Inhaltsangabe
Kurzbiographie:
Werner Herzog
Kurzbiographie:
Gisela Storch-Pestalozza
Kurzbiographie:
Reiko Kruk
Inhaltsangabe
Credits
- Titel: Nosferatu – Phantom der Nacht
- Erscheinungsjahr: 1979
- Regie: Werner Herzog
- Drehbuch: Werner Herzog nach dem Roman Dracula von Bram Stoker sowie dem Drehbuch von Henrik Galeen zu Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922)
- Produktion: Werner Herzog Filmproduktion, ZDF, Gaumont International S.A.
- Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
- Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus
- Musik: Popol Vuh
- Kostümbild: Gisela Storch-Pestalozza
- Make-up: Reiko Kruk, Dominique Colladant
Hauptdarsteller*innen
- Klaus Kinski – Graf Dracula / Nosferatu
- Isabelle Adjani – Lucy Harker
- Bruno Ganz – Jonathan Harker
- Roland Topor – Renfield
- Walter Ladengast – Dr. Van Helsing
„Nosferatu - Phantom der Nacht“ ist ein deutsch-französischer Horrorfilm von Regisseur Werner Herzog aus dem Jahr 1979. Der Film weist deutliche Parallelen zum Stummfilm „Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens“ (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau auf. Wie Regisseur Herzog betont, ist sein Film eine Hommage an das Werk von Murnau und er folgte dem filmischen Vorbild sowohl auf inhaltlicher, als auch auf visueller Ebene.
Die Kontrastierung von Licht und Schatten findet man in beiden Filmen und Klaus Kinskis Nosferatu ist eng an die ursprüngliche Darstellung von Max Schreck angelehnt, wenngleich Herzog ihn menschlicher und gefühlsbetonter zeigt. Gedreht wurde in Delft und Schied am (Niederlande) sowie an mehreren Orten in der damaligen Tschechoslowakei. Neben Kinski sind auch noch weitere bekannte Darsteller*innen wie Bruno Ganz und Isabelle Adjani im Film zu sehen.
Gisela Storch-Pestalozza war für das Kostümbild verantwortlich. Die in Frankreich lebende japanische Visagistin Reiko Kruk gestaltete das aufwendige Make-up für Klaus Kinski, an dem in einem fast dreistündigen Prozedere auch mehrere Prothesen angebracht wurden.
Kurzbiographie Werner Herzog
Werner Herzog, geboren am 5. September 1942 in München, ist ein deutscher Regisseur, Autor und Schauspieler. Er gehört zu den bekanntesten Filmschaffenden Deutschlands und hat bis heute über 70 Spiel- und Dokumentarfilme veröffentlicht, die auch international auf zahlreichen Festivals liefen und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Herzog entstammt einer Generation von Filmschaffenden, die als Neuer Deutschen Film Bekanntheit erlangte, er selbst grenzt sich aber von dieser Bezeichnung ab.
Immer wieder lässt Herzog in seinen Filmen Mensch und Natur an abgelegenen Orten aufeinandertreffen. In seinen Arbeiten sucht er nicht nach einer objektiven Wirklichkeit, die Grenzen zwischen Spiel- und Dokumentarfilm sind demnach häufig verschwommen.
Herzog arbeitet gerne mit einem eingespielten Team, weshalb auch die Kostümbildnerin Gisela Storch-Pestalozza bei mehreren seiner Filme mitwirkte. Er produzierte den Großteil seiner Filme über seine Produktionsfirma selbst, um eine größtmögliche künstlerische Unabhängigkeit zu wahren.
Seit Mitte der 1990er lebt Werner Herzog in Los Angeles, USA, wo er als exotischer Starregisseur mit markantem Akzent und eigenwilligem Blick auf die Welt bekannt ist. 2009 war er mit „Begegnungen am Ende der Welt“ für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert. Im gleichen Jahr wählte ihn die Zeitschrift Time zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Seine Biographie „Jeder für sich und Gott gegen alle: Erinnerungen“ wurde 2022 zu einem Bestseller.
1979 vermachte er das von Klaus Kinski getragene Kostüm des Grafen Dracula dem Filminstitut Düsseldorf, aus dem später das Filmmuseum Düsseldorf hervorging.